von lif 03.04.2025 17:08 Uhr

Südtirol vor Überfremdung schützen

Fratelli d’Italia fordert eine Aufweichung der fünfjährigen Ansässigkeitsklausel für Wahlen in Südtirol. Die Süd-Tiroler Freiheit erteilt dieser Forderung eine klare Absage und fordert die SVP auf, keinen Millimeter der autonomen Minderheitenrechte aufzugeben. 

Die vier Landtags-Abgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit: Hannes Rabensteiner, Myriam Atz, Sven Knoll, Bernhard Zimmerhofer (Bild: STF)

„Italien hat Südtirol bereits durch die Beschneidung von Autonomiebestimmungen in den vergangenen Jahren seiner Rechte beraubt, die Wiederherstellung dieser Rechte nun an eine weitere Aushöhlung der Autonomie zu knüpfen, ist schlechterdings infam. Es grenzt an politische Perversion, dass die SVP ernsthaft darüber nachdenkt, diese Grundsäule der Autonomie zu opfern, nur um dafür ein paar zweitrangige Kompetenzen wiederherzustellen“, so die STF in einer Pressemitteilung. Es sei daher wichtig, dass sich der Landtag in einer Sondersitzung mit dem Reformpaket der Autonomie auseinandersetzt und NEIN zu dieser weiteren Aushöhlung der Autonomie sagt.

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert die sofortige Übermittlung des heute in Rom vorgestellten Textes zur Autonomiereform an alle Landtagsabgeordneten, sobald dieser vorliegt. Die Landtagsabgeordneten sind die gewählten Vertreter des Volkes, welche über derart wichtige Dinge entscheiden sollen. „Nicht die SVP verhandelt über die Autonomie, sondern der Südtiroler Landtag“, betont die Bewegung.

Die Ansässigkeitsklausel ist ein unverzichtbares Schutzschild gegen die Überfremdung und gegen die Beeinflussung von Wahlen in Südtirol. Wenn alle Angehörigen des Militärs, der Polizeiorgane sowie der Staatsbeamten mitwählen dürfen, verfälscht dies das Wahlergebnis zum Schaden der Südtiroler. Bereits heute werden die Zweisprachigkeitsbestimmungen allenthalben ausgehebelt, weil immer mehr Beamte und Arbeitskräfte aus Italien in Südtirol angestellt werden. Wenn diese ― wie von den Fratelli d’Italia gefordert ― nun auch „sofort“ mitwählen dürfen, hätte dies gravierende Folgen.

Auch die aktuelle Debatte um eine Wiedereinführung der Wehrpflicht in Italien sowie die Absichtserklärung der italienischen Regierung zur massiven Aufstockung des Militärs mahnt zur Vorsicht, da dadurch auch die Militärpräsenz in Südtirol wieder erhöht würde, hält die Süd-Tiroler Freiheit fest.

Warnung vor Einfluss durch Militär und Migration

In der Diskussion um die Bedeutung der Ansässigkeitsklausel müsse aber auch berücksichtigt werden, dass der Zuzug von Migranten nach Südtirol ständig steigt. Viele Ausländer haben bereits die italienische Staatsbürgerschaft, bzw. werden sie demnächst erhalten. Wenn die Ansässigkeitsklausel aufgeweicht wird, bedeutet dies, dass auch die Migranten in Südtirol mitwählen dürfen, obwohl sie mit Südtirol gar nichts verbindet.

Die Stellung der deutsch- und ladinischsprachigen Südtiroler würde dadurch zusätzlich geschwächt, denn viele Migranten beherrschen die deutsche Sprache nicht und würden daher entweder italienische Parteien oder zukünftig vielleicht sogar eigene Migranten-Parteien wählen. Aus all diesen Gründen spricht sich die Süd-Tiroler Freiheit unmissverständlich gegen die Aufhebung bzw. Aufweichung der fünfjährigen Ansässigkeitsklausel bei Wahlen in Südtirol aus. „Hart erkämpfte Rechte gibt man nicht einfach auf!“, gibt die STF zu denken. 

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