„Reduzierung der Arbeitszeit gefährdet Wohlfahrt“

„Werden mit weniger Personal auskommen“
Der Präsident des Südtiroler Wirtschaftsrings, Sandro Pellegrini, betont, dass der demografische Wandel die Region vor große Herausforderungen stelle.
„In zehn Jahren werden wir mit 30 Prozent weniger Personal auskommen müssen. Eine Arbeitszeitverkürzung ist in dieser Situation der falsche Weg. Sie gefährdet die Qualität unserer strategischen Dienste und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes und unserer Unternehmen“, so Pellegrini.
Um den Wohlstand und die Sozialleistungen zu sichern, müsse die Wirtschaft trotz schrumpfender Arbeitskräfte ein vergleichbares Leistungsniveau aufrechterhalten. Dies gelte ebenso für die öffentliche Verwaltung. Eine Verkürzung der Arbeitszeit würde die Situation zusätzlich verschärfen.
Arbeitsplätze attraktiver gestalten
Stattdessen plädiert Pellegrini dafür, die Arbeitsplätze attraktiver zu gestalten und die Leistungsbereitschaft der Beschäftigten zu fördern. Dies könne durch Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, mehr Flexibilität sowie steuerliche Entlastungen für freiwillige Zusatzleistungen wie Überstunden erreicht werden.
Die Diskussion um die Arbeitszeitverkürzung ist Teil des neuen bereichsübergreifenden Vertrags für die Landesangestellten im Zeitraum 2025 bis 2027. Ob die Landesregierung die Vorschläge der Wirtschaft berücksichtigt, bleibt abzuwarten.
