„Uns wurde gesagt, dass der Bär nicht gefährlich ist“

Bär wohl wieder weitergezogen
„Ein Elektrozaun ist zwar nicht verpflichtend, aber alle anderen Imker in der Gemeinde nutzen ihn. Dafür gibt es auch Förderungen“, erklärt Bürgermeister Franz Heinisch im Gespräch mit UT24. Er betont, dass in Stilfs nur die ungeschützten Stöcke angegriffen worden seien und ein gewisser Eigenschutz von den Besitzern erwartet werden könne.
Auch zu den Sichtungen des Bären äußert sich der Bürgermeister von Stilfs: „Die Betroffenen haben meines Wissens nur die Spuren des Bären gesehen, aber das Tier selbst haben sie mit eigenen Augen gar nicht gesehen.“
Nach Rücksprache mit dem Nationalpark Stilfserjoch geht Heinisch davon aus, dass der Bär bereits wieder weitergezogen sei, da es keine neuen Hinweise auf seine Anwesenheit gebe.
„Geheim gehalten haben wir gar nichts“
Auf die Vorwürfe eines anonymen Informanten, wonach die Gemeinde Informationen zur Bärenpräsenz in Stilfs zurückgehalten habe, reagiert Heinisch entschieden:
„Geheim gehalten haben wir gar nichts. Den ganzen Imkern und Bauern ist sofort Bescheid gesagt worden, als uns das mit den zerstörten Bienenstöcken bekannt wurde. Und mehr muss man nicht machen, weil uns vonseiten des Nationalparks auch noch einmal gesagt wurde, dass der Bär nicht gefährlich ist.“
Er weist zudem gegenüber UT24 darauf hin, dass der Vorfall nicht im Ortszentrum, sondern bei entlegenen Höfen passiert sei: „Man muss dazu sagen, dass dieser Fall nicht direkt im Dorf war. Das ist oben bei den Höfen passiert. Aber schließlich und endlich ist in dieser Frage bei uns immer der Nationalpark verantwortlich, weil wir uns ja in diesem befinden“, erklärt Heinisch.
Letzter Fall viele Jahre her
Bürgermeister Heinisch möchte die verunsicherte Bevölkerung daran erinnern, dass der letzte vergleichbare Fall mit einem Bären in Stilfs bereits rund 25 Jahre zurückliegt:
„Der letzte Fall mit einem Bären ist viele Jahre her, ungefähr um 2000. So genau kann ich das aber nicht mehr sagen. Seither hat man nie mehr etwas gemerkt.“
Damals war ein Bär über einen Zaun gesprungen und hatte mehrere Schafe getötet. Derartige Fälle seien in Stilfs aber die Ausnahme und kommen eigentlich nie vor, versucht der Bürgermeister im UT24-Gespräch zu beruhigen.

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