von lif 31.03.2025 17:53 Uhr

„Autonomie gehört nicht der SVP!“

„Die aktuellen Entwicklungen zur Autonomiereform zeigen einmal mehr, dass Südtirol wachsam bleiben muss“, betont die Süd-Tiroler Freiheit. Seit Monaten wurde der Reformtext hinausgezögert, nun will der italienische Regionenminister Roberto Calderoli einen neuen Entwurf vorlegen. 

Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit.

Doch wie die STF in einer Aussendung klarstellt, ist dabei Vorsicht geboten: „Darin enthalten sollen auch die Forderungen von Alessandro Urzì sein, der im Gegenzug wesentliche Minderheitenschutzbestimmungen aufweichen will. Die Wiederherstellung der Autonomie darf keinesfalls auf Kosten weiterer autonomer Rechte geschehen!“

Es sei absolut inakzeptabel, dass hart erkämpfte Errungenschaften wie die Ansässigkeitsklausel für die Teilnahme an Wahlen sowie die Vertretung der Italiener in der Landesregierung und in den Gemeindeausschüssen gemäß dem Wahlergebnis in Frage gestellt werden. Diese Regelungen seien Grundpfeiler unserer Autonomie und dürfen nicht leichtfertig geopfert werden, um im Gegenzug ein paar zweitrangige Autonomiekompetenzen wiederherzustellen. „Die Forderungen von Urzì zielen einzig und allein darauf ab, die deutsche Sprachgruppe zu schwächen“, betont die Bewegung.

Ebenso sei es untragbar, dass die SVP in internen Gremien über die Zukunft der Autonomie verhandelt. „Die SVP hat nicht die Legitimation, über diese Fragen alleine zu entscheiden! Die Südtirol-Autonomie gehört dem ganzen Volk, nicht einer einzelnen Partei. Deshalb müssen solche Entscheidungen im Landtag bzw. vom Südtiroler Volk getroffen werden. Die SVP kann und darf nicht im Alleingang bestimmen, welche Rechte wir behalten und welche geopfert werden! Statt Südtirols Autonomie still und leise zur Verhandlungsmasse zu machen, sollte die Landesregierung endlich klare Kante zeigen: Keine Kompromisse bei unseren Rechten! Kein Nachgeben gegenüber Rom! Und vor allem: Keine Geheimverhandlungen hinter verschlossenen Türen!“, hält die Süd-Tiroler Freiheit fest. Nur eine ehrliche und transparente Diskussion im Landtag könne sicherstellen, dass die Interessen der Südtiroler gewahrt bleiben.

Die Bewegung fordert eine klare Positionierung von der Landesregierung: „Die Autonomie ist nicht verhandelbar! Süd-Tirol darf sich nicht von Rom erpressen lassen! Die SVP muss aufhören, über die Zukunft unserer Heimat im kleinen Kreis zu entscheiden – Die Autonomie gehört nicht der SVP!“

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