von ih 28.03.2025 14:05 Uhr

Vinschgau: Bär treibt sein Unwesen

Im Vinschgau herrscht große Unruhe: Laut einem anonymen Informanten, der sich an UT24 gewandt hat, treiben sich ein oder gar mehrere Bären in der Umgebung um Prad am Stilfserjoch umher. Die Menschen sind besorgt, einige verlassen aus Angst kaum noch ihre Häuser. Von offizieller Seite gibt es bislang keine Bestätigung der Vorfälle.

Bärenspuren im Schnee und zerstörte Bienenstöcke - nur unweit von bewohntem Gebiet im Vinschgau. - Foto: UT24.

Bienenstöcke zerstört und gefressen

Ein Informant berichtet am Freitag gegenüber UT24, dass der Bär zunächst in Prad am Stilfserjoch gesichtet wurde, bevor er nach Stilfs weitergezogen sei. Dort fielen einige Bienenstöcke dem Raubtier zum Opfer.

„Der Bär ist zuerst in Prad am Stilfserjoch überall gewesen, bevor er dann nach Stilfs hinauf ist, wo einige Bienenstöcke zerstört und gefressen wurden. Das letzte Mal wurde er dann vorgestern auf den Stilfserhöfen gesehen, nicht weit weg von den Hütten vom Dorf“, so der besorgte Mann.

Besonders besorgniserregend sei, dass es sich möglicherweise nicht nur um ein einzelnes Tier handle: „Heute sind dann in Prad am Stilfserjoch wieder Bienenstöcke geräumt worden. Ich glaube ja, da sind sogar zwei oder drei Bären gerade unterwegs hier bei uns. Und die Aufseher wollen scheinbar alles geheim halten, das ärgert mich.“

„Leute haben Angst"

Zusätzlich wurden UT24 Bilder zugespielt, die in Stilfs nur wenige Meter Luftlinie neben bewohntem Gebiet aufgenommen wurden. Sie zeigen deutliche Spuren von Bärenaktivität. „Die Bienenstöcke, die ich gesehen habe, sind alle gefressen worden“, beschreibt der Informant.

Die Angst in der Bevölkerung wächst. „Die Leute haben mittlerweile sogar Angst, mit den Hunden spazieren zu gehen. Das ist mir aufgefallen. Und dass die Bauern auch Angst davor haben, die Schafe hinauszulassen. Weil dafür auch die Zeit langsam da ist. Hier im Dorf wird schon ganz wild geredet“, erzählt der Informant weiter im Gespräch mit UT24.

  • Zerstörte Bienenstöcke, die einem oder mehreren Bären zum Opfer fielen - Foto: UT24

    Sollen Fälle geheim gehalten werden?

    Obwohl die Imker über die Vorfälle bereits informiert worden seien, gibt es bislang keine offizielle Stellungnahme.

    Offenbar wolle man die Bevölkerung nicht beunruhigen – oder die Vorfälle gar geheim halten, so die Befürchtung der Betroffenen.

    UT24 bleibt dran und berichtet, sobald es neue Erkenntnisse gibt.

    Jetzt
    ,
    oder
    oder mit versenden.

    Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite