10.000 Euro von Jugendlichen für Menschen in schwierigen Lebenssituationen gespendet

Eine der drei Säulen von Südtirols Katholischer Jugend ist neben „jung sein“ und „christlich sein“ auch die Säule „solidarisch sein“. Mit der jährlichen Adventskalenderaktion unterstützt der Verein Kinder, Jugendliche und Erwachsene in schwierigen Lebenssituationen und leistet somit einen wichtigen solidarischen Beitrag. Seit 1984 wird der Adventskalender, der zugleich auch ein Jahreskalender ist, auf ganz besondere Art und Weise gestaltet. Im vergangenen Jahr zur Jubiläumsausgabe wurde der Kalender von einer Arbeitsgruppe des Hauptausschusses von Südtirols Katholischer Jugend erarbeitet.
„Ich bin jedes Jahr aufs Neue fasziniert, dass wir es schaffen etwas vom SKJ Spirit übers ganze Jahr in den privaten Häusern und Wohnungen zu verbreiten. Besonders freue ich mich, dass wir auch heuer wieder mit dem Geld Organisationen unterstützen können, welche Kinder, Jugendliche und ihre Familien auf ihren ganz besonderen Weg begleiten,“ betont Elisa Plaikner, 3. Landesleiterin von Südtirols Katholischer Jugend, in einer Pressemitteilung.
Scheckübergabe von 3.000 Euro ans Südtiroler Kinderdorf. Von links: Elisa Plaikner, Magdalena von Mörl. (Bild: SKJ)
Reinerlös ging an zwei Organisationen
Der Reinerlös der Aktion ging in diesem Jahr an an MOMO Förderverein Kinder-Palliativ und dem Südtiroler Kinderdorf. Evelyn Gruber-Fischnaller, Vorstandsmitglied von MOMO, nahm stellvertretend den Scheck entgegen und führte ein kurzes Interview mit dem SKJ. MOMO ist ein Verein, der in enger Zusammenarbeit mit dem Kinderpalliativ-Team Südtirols arbeitet. Der Verein besteht aus sieben Vorstandsmitgliedern und der Vorsitzenden Heidi Senoner, die alle ehrenamtlich tätig sind. MOMO unterstützt Familien, deren Kinder oder Jugendliche zwischen null und 18 Jahren eine nicht heilbare Diagnose erhalten haben. Besonderes Merkmal des Vereins ist, dass er keine spezifische Diagnose fokussiert, sondern alle Familien in dieser schwierigen Situation begleitet. „Die Unterstützung von MOMO ist vielfältig und individuell. Sie reicht von finanzieller Hilfe, die oft notwendig ist, wenn ein Elternteil aufgrund der Pflegebedürftigkeit des Kindes nicht mehr arbeiten kann, bis hin zu praktischen Unterstützungsmaßnahmen wie der Anpassung von Autos oder Wohnungen. Auch Wünsche der Familien werden erfüllt und spezielle Therapien werden finanziert“, erklärt Evelyn Gruber Fischnaller und betont, dass es das Ziel des Vereins ist, den Familien so viel Unterstützung wie möglich zu bieten.
Ein weiteres zentrales Anliegen von MOMO ist die Begleitung von Familien über den Tod des Kindes hinaus. So organisieren sie alle zwei Jahre eine Erinnerungsfeier, die von vielen Familien besucht wird und bieten in regelmäßigen Abständen Interaktionsnachmittage an, um den Austausch unter den Familien zu fördern.
Ein besonders spannendes Projekt, das MOMO vorantreibt, ist das geplante Kinderpalliativzentrum in Prissian. Hier sollen Familien für eine begrenzte Zeit einen Ort finden, an dem sie in schwierigen Zeiten wieder etwas Normalität erleben können. Ziel ist es, den Eltern und Geschwistern mehr Freiraum zu geben und ihnen zu ermöglichen, in einer belastenden Zeit kleine Momente des Alltags wieder zu genießen.
Spendenübergabe von 7.000 Euro an MOMO Förderverein Kinder – Palliativ. Von links: Evelyn Gruber-Fischnaller, Elisa Plaikner. (Bild: SKJ)
