Pusterer Schützen setzen auf Zusammenarbeit

Das idyllische Dorf im hintersten Ahrntal, war zu diesem Bezirkstag festlich geschmückt. Der Tag begann mit der Aufstellung und Frontabschreitung vor der Feuerwehrhalle. Angeführt von der Knappenkappelle Prettau marschierten die 33 Fahnenabordnungen der Kompanien und der Schützenkapelle Pichl, die Baillonsfahne Ulten, die Ehrenkompanie Prettau, die Fahnenabordnung der FF Prettau und die Ehrengäste zur Pfarrkirche zum Hl. Valentin, wo von Pfarrer Stefan Stoll die Heilige Messe zelebriert wurde. Die Messe wurde vom Männerchor Prettau musikalisch umrahmt, berichtet der Schützenbezirk Pustertal in einer Aussendung.
Heilige Messe in der Pfarrkirche zum Hl. Valentin. (©: Südtiroler Schützenbund)
Im Anschluss an den Gottesdienst wurde auf dem Kirchplatz der verstorbenen Kameraden des vergangenen Jahres gedacht. Ihnen zu Ehren wurde ein Kranz niedergelegt und die Ehrenkompanie Prettau unter dem Kommando von Hauptmann Wolfgang Kofler feuerte eine perfekte Ehrensalve ab. Die Knappenkapelle umrahmte die Gedenkfeier musikalisch.
Zu Beginn der Bezirkssitzung begrüßte Bezirksmajor Thomas Innerhofer im Namen des Schützenbezirkes Pustertal alle recht herzlich und bedankte sich bei der ausrichtenden Kompanie für die Organisation und für die Gastfreundschaft.
Zu den Ehrengästen zählten der Bürgermeister der Gemeinde Prettau und Präsident der Bezirksgemeinschaft Pustertal Robert Alexander Steger, für den SSB der Landeskommandant Mjr. Roland Seppi, der Landeskommandant-Stellvertreter Mjr. Christoph Schmid und Bundesjugendreferent Mjr. Kuno Huber sowie die Bezirksmajore Hannes Holzner und Hansjörg Eberhöfer. Als Vertreter des Viertels Osttirol waren Baon.-Kdt.-Stellvertreter Anton Senfter und Baon.-Schießwart Hans Bergmann anwesend.
Bezirksmajor Thomas Innerhofer bei der Verlesung der verstorbenen Kameraden des Schützenbezirkes Pustertal. (©: Südtiroler Schützenbund)
Zu Beginn der Sitzung gedachten die Pusterer Schützen ihrem Kameraden und Freiheitskämpfer Sepp Forer. In seinem Rückblick ging Mjr. Thomas Innerhofer auf die wichtigsten Aktionen des vergangenen Jahres ein. Zu diesen zählten die vom Bezirk Pustertal organisierte Tagung „Ideenwerkstatt-Schützenwesen im Pustertal“, die Bundesversammlung in Bozen, wo der Schützenbezirk Pustertal der Ausrichter gewesen war, das Bataillonsfest Oberland-Pustertal in Strassen und das Alpenregionsfest in Garmisch, wo die Pusterer einen der größten und dank des neuen Trommlerzuges auch lautesten Blöcke des Festes gestellt hätten. Das wichtigste volkstumspolitisches Thema in diesem Jahr sei „60-Jahre Inferno Tesselberg“ gewesen: eine szenische Lesung vor einem mehr als überfüllten Saal in Gais. In seiner Vorschau für das kommenden Jahr ging er auf eine geplante Aktion des Bezirkes zum Thema, „Ausverkauf der Heimat“ ein. Er schloss mit den Worten: „Es lebe unser wunderschönes Pustertal, von Mühlbach bis Lienz, es lebe unsere Heimat Tirol und es lebe das Vaterland Österreich!”
Die Berichte der Referenten
Bezirksjungschützenbetreuerin Sandra Pipperger berichtete über die Tätigkeiten der Jungschützen des Bezirkes. Bezirksmarketenderin Nathalie Haller blickte auf das Gesamttiroler-Marketenderinnen-Treffen am 24. August dieses Jahres. Schießleiter Albin Mahlknecht berichtete über die große Motivation und die rege Teilnahme an den verschiedenen Schieß-Veranstaltungen von Bezirk und Bund.
Bezirksausbilder Christian Steger und Kulturreferent Stefan Liensberger lobten die Aktionen des vergangenen Jahres und motivierten die Kameraden auf die gute Zusammenarbeit im Bezirk und im ganzen Bund zu bauen. Es folgte der Kassabericht von Bezirkskassier Mirko Seeber, der auf Empfehlung der beiden Kassarevisoren von der Bezirksversammlung einstimmig entlastet wurde.
Außerhalb der Tagesordnung wurde Lt. Mirko Seeber (SK Ehrenburg) für die Wahl zum Bundeskassier vorzuschlagen und einstimmig gewählt. Dies sollte nicht eine Ablehnung des bisherigen Bundeskassiers sein. Aber der Bezirk Pustertal sei überzeugt mit Mirko Seeber eine geeignete Person für dieses Amt stellen zu können. Der Bezirksmajor wird den Kandidatenvorschlag beim Bund deponieren. Bereits im Vorfeld wurde Hptm. Stefan Liensberger (SK Onach) als Landeskommandant-Stellvertreter nominiert. Miteinander arbeiten sei vordringlich und nicht gegeneinander. Schütze zu sein, würde für ihn bedeuten an einem gemeinsamen Tirol, an einer gemeinsamen Heimat zu arbeiten.
Es folgten die Grußworte von Bürgermeister und Präsident der Bezirksgemeinschaft Pustertal Robert Alexander Steger, den es mit Stolz erfüllte, dass die Schützen an diesem Tag in Prettau waren. Die lange Bergbaugeschichte der Gemeinde sei tief verwurzelt in Tirol und seiner Geschichte, so wie das Schützenwesen es sei. Eine starke Heimat würde starke Menschen brauchen. Heimat sei nicht nur das was war, sondern das, was daraus gemacht würde.
Die komplette Bezirksleitung – vorne – Kassier Mirko Seeber, Beirat Tauferer Ahrntal Erich Kirchler, Schriftführerin Verena Obwegs, Bezirksmajor Thomas Innerhofer, Jungschützenbetreuerin Sandra Pipperger, Bezirksmarketenderin Nathalie Haller, Bezirksmajor-Stellvertreter Erich Mayr, Bataillonkommandant Ahrntal Wolfgang Kofler, hinten – Fähnrich Leo Hochgruber, Beirat Ladinien Max Maneschg, Schießleiter Albin Mahlknecht, Beirat Unteres Pustertal Julian Althuber, Bezirksausbilder Christian Steger, Bildungs- und Kulturreferent Stefan Liensberger, Beirat Pustertal Mitte Johann Winding, Medienreferent Patrick Brugger und Beirat Pustertal Mitte Johann Winding. (©: Südtiroler Schützenbund)
Der Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes Mjr. Roland Seppi dankte den Prettauern für die Gastfreundschaft und lobte ihr Dorf und Vereine für ihren Einsatz und ihre Bemühungen. Ebenso dankte er der Kompanie Prettau. Die Pusterer Schützen seien das wirkliche Beispiel der gelebten Landeseinheit.
Es folgte sein Stellvertreter im SSB Mjr. Christoph Schmid, der sich für die gute Zusammenarbeit bedankte. Oft werde die Frage gestellt, wieso es heute noch die Schützen brauchen würde, er sei zum Ergebnis gekommen, dass es notwendig sei, dass die Schützen zukünftig wieder weniger verhandeln und mehr fordern sollten. Für den Bezirksmajor des Burggrafenamts Mjr. Hannes Holzner sei zu viel zu viel Zeit vergangen, seit ein Burggräfler Bezirksmajor beim Bezirkstag in Pustertal gewesen sei, dass die Schützen aus allen Bezirken nicht mehr zusammen geschaut hätten. In Zeiten, in denen eine Landesregierung zum Teil aus Faschisten besteht, sei es Aufgabe der Schützen den Landesvertretern zu sagen, was zu tun wäre und was das Land benötigt.
Bisher war noch nie ein Bezirksmajor aus dem Vinschgau bei einem Bezirkstag im Pustertal, war Mjr. Hansjörg Eberhöfer überzeugt. Er zollt dem Bezirk Pustertal den größten Respekt für die Leistungen und den Einsatz. Freiheit bedeute für ihm auch Unbeschwertheit. Diese würde aber von den Regierenden dem Volk immer mehr eingeschränkt oder gar genommen. Daher sei es auch Aufgabe der Schützen, diese Freiheit wieder zurückzubekommen, damit nicht von oben herab alles angeordnet und befohlen würde, was zu tun und denken sei.
Im Namen des Bataillons Osttiroler Oberland überbrachte Bataillonsschießwart Hans Bergmann die Grüße von Bezirksmajor Patrick Rossmann. Er dankte der Bezirksleitung dafür, dass Osttiroler Kameraden an der Andreas-Hofer-Gedenkfeier in Mantua teilnehmen durften. Er dankte dem Bezirk Pustertal für die gute und enge Zusammenarbeit
Nach der Landeshymne endete der Bezirkstag mit dem gemeinsamen Mittagessen.
Bild 1: Kassier Mirko Seeber, Schriftführerin Verena Obwegs, Medienreferent Patrick Brugger und Bezirksmajor Thomas Innerhofer bei seinem Rückblick.
Bild 2: Kassier Mirko Seeber, Schriftführerin Verena Obwegs, Bezirksmajor Thomas Innerhofer, Medienreferent Patrick Brugger und Bezirksmarketenderin Nathalie Haller.
Bild 3: Kassier Mirko Seeber, Schriftführerin Verena Obwegs, Bezirksmajor Thomas Innerhofer, Medienreferent Patrick Brugger und Kulturreferent Stefan Liensberger. (©: Südtiroler Schützenbund)
