7.000 Unterschriften gegen die „Negerhütte“ gesammelt

Der Name der Negerhütte ist vielen Menschen in Deutschland sauer aufgestoßen - Foto: Google
Im Zuge der weltweiten Anti-Rassismus-Proteste ist in Deutschland eine Petition ins Leben gerufen worden, welche die Schließung der „Negerhütte“ fordert. Die Skihütte trägt diesen Namen bereits seit vielen Jahren und sie wurde wegen des schwarzen Holzes so getauft, berichtet Rai Südtirol.
Kein Grund für die Black-Lives-Matter-Unterstützer jedoch, hier mit den Betreibern ein Nachsehen zu haben. So wurde die Petition in nur drei Tagen bereits von mehr als 7.000 Menschen – hauptsächlich au Deutschland – unterschrieben.
Die Betreiber der Negerhütte sahen sich deshalb dazu gezwungen, eine Stellungnahme zu den Geschehnissen abzugeben. Darin heißt es:
Aktuelle Geschehnisse sorgen weltweit für Angst, Trauer und Wut. Sie führen dazu, dass diskriminierende Strukturen in sämtlichen Bereichen des öffentlichen Lebens hinterfragt werden. Das befürworten wir, denn es führt zu Veränderung und Gleichberechtigung. Mangels besseren Wissens gerät leider auch unsere vor knapp 100 Jahren erbaute Berghütte mit dem Namen „Negerhütte“ ins Kreuzfeuer. In der Hoffnung auf ein klareres Verständnis möchten wir erklären, dass hinter ihrem Namen keinerlei rassistische Beweggründe stehen. Um das Holz mit dem die Hütte aufgebaut war, vor Wind und Wetter zu schützen, wurde sie mit Karbonileum schwarz gestrichen, wessen sie den Namen mit lateinischem Ursprung verdankt (niger = schwarz). Der Name in keiner Weise mit einer Bevölkerungsgruppe in Verbindung.
Wir sprechen uns deutlich gegen jede Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung aus. Jeder Gast, egal welcher Herkunft, war schon immer und ist bei uns stets herzlich willkommen. Selbstverständlich verstehen wir den öffentlichen Unmut und werden Schritte ergreifen, sodass unsere traditionelle Skihütte auch weiterhin ein einladender Ort für jeden bleibt.
Betreiber der Negerhütte
