Italiener entrüstet: Ski-Legende Thöni wählt Eva Klotz

„Sie hat etwas gegen den italienischen Staat. Naja, mit dem Vater, den sie hatte… Eva Klotz ist hierzulande von vielen gut angesehen. Ich liebe keine Extremisten, aber ihre Partei habe ich einige Male gewählt“, sagte Gustav Thöni dem Blatt.
Außerdem stellte Thöni auf Nachfrage des Journalisten klar, dass er sich als Südtiroler und nicht als „Altatesino“ definiere. Obwohl er keinen allzu großen Wert auf diese Unterscheidung lege.
Das Interview blieb in Italien nicht unbeachtet. So griff neben zahlreichen Internetkommentatoren die rechtskonservative italienische Tageszeitung Libero Thönis Aussagen auf und kritisierte:
Kurzum, Thöni liebt keine Extremisten und trotzdem hat er sie gewählt. Eine ziemlich extreme Entscheidung. Eva Klotz kämpft schon ihr ganzes Leben lang dafür, Südtirol von Italien abzutrennen. Sie steht im Fokus der Kritik, weil sie die Tricolore zwar verachtet, aber eine stattliche Rente vom italienischen Staat bezieht.
Ganz anders reagierte Bernhard Zimmerhofer, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit. „Unser ehemaliger Weltklasseskifahrer Gustav Thöni hat sich als Eva Klotz Wähler geoutet und schon ist ein Sturm der Entrüstung über Italien losgebrochen. Sie sollen froh sein, dass er und viele weitere unserer Sportler eine Menge Medaillen für Italien geholt haben und immer noch holen, anstatt zu polemisieren! Wir von der Süd-Tiroler Freiheit werden dafür Sorge tragen, dass wir auch im Sport unabhängig agieren können“, so Zimmerhofer.

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